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REZENSION / PlayStation 2 / Action-RPG

Fallout Brotherhood of Steel

Konsolen Action-RPG auf den Spuren von Dark Alliance

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Dark Alliance im radioaktiven Ödland?

Mit Baldur’s Gate Dark Alliance wurde die bekannte PC-Rollenspielmarke Baldur’s Gate erfolgreich für damalige Konsolen adaptiert – warum sollte das Gleiche nicht auch mit der ebenfalls beliebten Fallout-Serie gelingen? Tja, so einfach scheint es nicht zu sein, wie Fallout: Brotherhood of Steel für PlayStation 2 beweist.

Im Auftrag der Bruderschaft des Stahls

In der postapokalyptischen Welt von Fallout, die vom Dritten Weltkrieg nuklear verseucht ist, herrschen anarchistische Zustände. Die Bruderschaft des Stahls hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, für Recht und Ordnung zu sorgen. Der Spieler beginnt als neuer Anwärter der Bruderschaft, der Kontakt zu Ordensanhängern im Wüstennest Carbon City aufnehmen soll. Doch als die Stadt von Banditen angegriffen wird, verstricken sich die Ereignisse und der Spieler muss den Ödland-Bewohnern zur Hilfe eilen.

Der Action-RPG-Titel basiert auf der Engine von Baldur’s Gate: Dark Alliance und nutzt daher die gleichen Spielmechanismen. Zu Beginn stehen drei unterschiedliche Figuren zur Auswahl: Die Menschen Cyrus und Nadia sowie der Ghul Cain. Jeder Charakter darf sich mit Nahkampf- und Fernkampfwaffen ausrüsten, um das Ödland von Strahlenskorpionen, Banditen, Ghulen und Mutanten zu entvölkern.

Sind genügend Erfahrungspunkte für einen Stufenaufstieg gesammelt, dürfen Skills zur Verbesserung von Eigenschaften (z. B. kritische Treffer, Rüstungswert, Rabatt beim Handeln) erlernt werden.

Unterm Strich fällt der Rollenspielanteil aber recht marginal aus. So gibt es keine Statuswerte zu bestimmen, Rüstungsgegenstände können nicht erweitert werden und Nebenmissionen beschränken sich auf simple Suchaufgaben.

Ein Dark-Alliance-Klon mit deutlichen Schwächen

Obwohl Fallout: Brotherhood of Steel auf den ersten Blick wie ein Klon von Baldur’s Gate: Dark Alliance wirkt, erreicht es leider zu keinem Zeitpunkt dessen hohe Qualität.

Bei den Charakteren verzichtet man komplett auf Zauber- bzw. Spezialfähigkeiten, wodurch das Gameplay an vielen Stellen monoton wird. Auch die Auswahl des Charakters hat keinen nennenswerten Einfluss auf das Spielerlebnis, da beinahe keine Unterschiede existieren.

Und letztlich stören häufig schwammige Texturen, grobe Charaktermodelle und fehlende Hintergrundmusik den Gesamteindruck.

Die Beutejagd motiviert trotzdem

Fallout Brotherhood of Steel gewinnt weder einen Preis für innovative Spielidee noch für großartige Präsentation. Es ist kaum mehr als ein passabler Baldur’s Gate Dark Alliance-Klon. Doch trotz der genannten Defizite funktioniert die klassische Formel aus Charakter verbessern und Beute jagen auch in diesem Titel. Ich war immer wieder motiviert, weiterzuspielen. Fallout: Brotherhood of Steel ist kein Highlight unter den Action-Rollenspielen, doch Genre-Fans haben ihren Spaß.

PS2Zocker – Persönliche Wertung
Gut
3 / 5

Apokalyptisches Konsolen Action-RPG

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